Breites Bündnis startet Wohnraumkampagne!

Gemeinsam startet das Bündnis „Studis gegen Wohnungsnot“, bestehend aus Campusgrün, den Juso Hochschulgruppen, SDS.dieLinke, dem freien zusammenschluss von student*innenschaften, dem Bundesverband ausländischer Studierender (BAS), ver.di BAG Studierende, dem Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) der GEW und der Bunten Liste Regensburg pünktlich zu Semesterbeginn die neue Kampagne für das Sommersemester 2018 zu Wohnraum und sozialem Wohnungsbau.

Im Rahmen der breit angelegten Kampagne werden in den Monaten von April bis Juli verschiedene Schwerpunkte gesetzt. „Wenn wir über bezahlbaren Wohnraum und sozialen Wohnungsbau sprechen, ist klar, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, von dem auch Student*innen betroffen sind. Um den verschiedenen Aspekten gerecht zu werden, haben wir uns als Bündnis entschieden, die Kampagne in Themenmonaten aufzubauen“, so Katharina Lenuck aus dem Bündnis Studis gegen Wohnungsnot. Die Kampagne baut dabei auf vielen Aktionen lokaler Gruppen und Organisationen, wie Student*innenschaften, Wohnrauminitativen oder Hochschulgruppen auf, denen dadurch ein gemeinsamer Rahmen gegeben wird. Die Student*innen stellen dabei Forderungen an die verschiedenen politischen Ebenen.

Im April soll so vor allen Dingen ein breites Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden, und das Thema Wohnraum wieder mehr in den öffentlichen Diskurs gerückt werden. „Insbesondere zu Semesterbeginn spitzt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu, viele Student*innen bleiben wochenlang wohnungslos, müssen in Notschlafquartieren unterkommen und die Wohnungen, die evtl. verfügbar sind, übersteigen das Budget der Student*innen eigentlich immer“, erläutert Johannes Glembek aus dem Bündnis.

„Anschließend werden im Mai neben einem Call for Organizing mögliche Lösungen aufgezeigt. Um dem Problem Wohnraum zu begegnen, ist es notwendig, sich mit Alternativen zu klassischem Wohnen auseinanderzusetzen und Wohnraum als gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen“, ergänzt Tobias Eisch vom Bündnis.

Im Juni soll sich vor allen Dingen der Situation internationaler Student*innen gewidmet werden, die bei der Wohnungssuche zusätzlich vielen rassistischen Vorurteilen ausgesetzt sind. „Insbesondere bei dem gesellschaftlichen Rechtsruck müssen wir uns ausführlich den rassistischen Strukturen auf dem Wohnungsmarkt widmen und uns mit ihnen auseinandersetzen. Es geht uns darum, die Probleme aller sichtbar zu machen, damit rassistische Strukturen und Wohnungsnot gemeinsam bekämpft werden können“, führt Maimouna Ouattara von Studis gegen Wohnungsnot aus.

Hier finden Sie/findet Ihr den Mitmachaufruf / Call for participation

 

Rassismus wird auch an Hochschulen salonfähig

Wir halten mit dem festival contre le racisme dagegen!
Rassismus ist spätestens seit rassistischen Ausfällen von Professor*innen auf Twitter und dem verstärkten Auftreten der Identitären Bewegung an Hochschulen auch medial sichtbar geworden. Konstantin Korn vom freien zusammenschluss von student*innenschaften: „Es ist schockierend: der blanke Hass und offener Rassismus tritt auch an Hochschulen zu Tage. Der Diskurs hat sich soweit verschoben, dass die Rassisten*innen keine Konsequenzen befürchten müssten und ihre Äußerungen in Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden. Es kann doch nicht sein, dass rassistische Äußerungen kaum Konsequenzen haben.“ Ein Leipziger Jura Professor hatte mehrere rassistische Tweets abgegeben und muss nicht mit Konsequenzen seitens der Universität rechnen. „Rassismus war schon immer auch an Hochschulen ein Problem, niemand ist frei von diskriminierenden Vorurteilen und Narrativen – auch nicht an Hochschulen. Betroffene von Rassismus müssen sich jeden Tag mit Alltagsrassismus konfrontiert sehen. Jetzt kommt eben jener offene Hass hinzu, der von rechten Kräften wie Identitärer Bewegung, Studentenverbindungen und AfD befeuert wird.“, so Korn weiter. 

Auch internationale Student*innen sind hiervon betroffen. „Einerseits werben die Hochschulen um mehr internationale Student*innen, anderseits sind die Student*innen mit Rassismus an Studienort, Wohnung und im Alltag konfrontiert. Hinzu kommt, dass die fremdenfeindliche Stimmung auch auf einige Regierungsparteien abfärbt. So führt in Baden-Württemberg die Grüne-Wissenschaftsministerin eine Diskriminierung nach Herkunft ein – Studiengebühren für Ausländer*innen  – offiziell um den Haushalt zu stopfen, tatsächlich aber wohl eher um Stimmen am rechten Rand zu fangen. Solche strukturelle Diskriminierungen sind besonders gefährlich, weil sie Rassismus salonfähig machen“ sagt Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender. Diskriminierungserfahrungen erschweren aber die Integration erheblich. Die sie produzierende Gesellschaft wird um so weniger als vorbildlich empfunden, erlebte Unterschiede in der Wertschätzung spiegeln sich leider häufig, erlernte Strukturen und mögliche Verhaltensweisen werden im Positiven wie leider auch im Negativen reproduziert.

Gegen diese Zustände muss etwas getan werden! Deshalb rufen der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS e.V.) und der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs e.V.) die Student*innenschaften auf sich am festival contre le racisme zu beteiligen. Jährlich beteiligen sich etwa 20 Student*innenschaften an dem festival im Sommer und veranstalten Vorträge, Workshops, Theater, Ausstellungen und Konzerte, um gemeinsam gegen Rassismus zu kämpfen und gemeinsam zu feiern.

Aufruf an die Bundesregierung zu einer teilhabeorientierten Vielfaltspolitik

Gemeinsame Pressemitteilung der Migrant*innenorganisationen und Neuen Deutschen Organisationen

Letzte Woche haben Migrant*innenorganisationen und Neue Deutsche Organisationen gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen, Lesben- und Schwulenverbänden, Vertreter*innen aus der Wissenschaft und religiösen Initiativen einen eindringlichen Appell an die zukünftigen Koalitionäre gerichtet: „Mut zur Vielfalt! Wir brauchen ein Bekenntnis zur Einwanderungsgesellschaft in Deutschland.“ Darin haben wir auch eine erste Bewertung des Sondierungspapiers für den Bereich Migration und Integration abgegeben. Daran halten wir fest. Weiterlesen

Neuer Vorstand in schwierigeren Zeiten gewählt – Einsatz für Gleichberechtigung geht weiter

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands ausländischer Studierender wählte am 25.11. einen neuen Vorstand. „ Wir befinden uns in Zeiten, in denen ausländische Studierende verstärkt rassistische Äußerungen und Handlungen Einzelner erfahren und rechte  Gruppen auch an den Hochschulen erstarken. Zunehmend unterliegen ausländische Studierende wieder strukturellen Diskriminierungen wie bei der herkunftsbezogenen Campusmaut, auf Ausländerbehörden oder bei Gängelungen durch externe ‚Dienstleister‘ wie uni-assist. Wir werden dazu umso entschiedener Stellung beziehen“, äußert sich Maimouna Ouattara, wiedergewählte Sprecherin des Verbands. „Wo möglich werden wir dies aber mit Partnerinnen und Partnern tun, die sich für dieselben Ziele einsetzen – auf diese Zusammenarbeit freuen wir uns“. Weiterlesen

Baden-Württemberg: Trotz massiver Mehreinnahmen des Landes drängt die Politik ausländische Studierende aus den Hochschulen!

Gemeinsame Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren und des Bundesverbands ausländischer Studierender, 16.11.2017

„Der Rückgang der Zahlen ausländischer Studierender ist drastisch“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Das Ministerium in Baden-Württemberg prognostiziert einen Rückgang von ausländischen Studierenden von 26%, wobei sich diese Zahlen nur auf Neu- und Ersteinschreibungen beziehen und z.B. Studierende, die von einem grundständigen in einen weiterführenden Studiengang wechseln, nicht berücksichtigen. Weiterlesen

Keine Studiengebühren in NRW

Nein zu Studiengebühren – Petition NRW

Mit vielen anderen Organisationen engagiert sich der BAS auch im Rahmen einer Petition gegen die Studiengebühren gegen ausländische Studierende in NRW (wie auch in anderen Bundesländern).

Wir bitten Euch um Mithilfe durch Mitzeichnung der Petition. Den Aufruf samt Link findet ihr hier: Weiterlesen

Bewerbungsdienst uni-assist versagt erneut – trotz hoher Gebühren

In einer Mitteilung an die Hochschulen teilt der Bewerbungsdienstleister „uni-assist“ den Hochschulen mit, dass der eigentlich anvisierte Service erneut nicht eingehalten werden kann.

Obwohl jedes Jahr werden stolz neue Höchstzahlen bei Bewerbungen ausländischer Studierender/Studienbewerber*innen verkündet werden und die Entwicklung absehbar ist, schafft es der spezialisierte Dienstleister für die Hochschulen „uni-assist“ trotz hoher Gebühren für die Bewerbenden nicht, die Abarbeitung abzuleisten. So war uni-assist in der Bewerbungsphase tagelang nicht erreichbar. Anrufer*innen flogen einfach aus der Leitung, statt mit einer Ansage informiert zu werden. Weiterlesen

Wirtschaftsfeindliches Verwaltungsmonster bald auch in NRW

Pressemitteilung des BAS zur geplanten Einführung von Studiengebühren gegen ausländische Studierende:

FDP und CDU planen die Einführung rassistischer Studiengebühren als Nachahmung der rechtspopulistischen grünen Politik Baden-Württembergs

Wie heute bekannt wurde, möchte Christian Lindner alte Konzepte in neuen Schläuchen verkaufen. Obwohl die Hochschulen in Baden-Württemberg bereits unter einem Verwaltungsmonster leiden, sollen diese nach Willen der FDP mit Unterstützung der CDU nun auch in Nordrhein-Westfalen eingeführt werden.

„Wie auch in Baden-Württemberg werden keine wissenschaftlichen Studien bemüht. Ausländische Studierende sind neben den positiven Effekten für den Wissenschaftsstandort Deutschland über die Internationalisierung der Hochschulen und den Erfahrungsgewinn für deutsche Kommilitoninnen und Kommilitonen sowohl ein volkswirtschaftlicher Gewinn, als auch ein Gewinn für die öffentliche Hand. Es müssen nur recht Wenige nach dem Studium eine Zeit in Deutschland verbringen, damit selbst die öffentliche Hand über Steuern während und nach dem Studium Gewinne macht“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Weiterlesen

Bundesweiter Auftakt „festival contre le racisme“ 2017

Mit Start des Monat Juni ruft der Bundesverband ausländischer Studierender zu Teilnahme am festival contre le racisme auf.

„Wir haben ein schlimmes Jahr hinter uns“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). „Neben überall aufkommenden nationalistischen Tendenzen, nicht nur in den USA und Europa, fallen hart erkämpfte gesellschaftliche Übereinkünfte rechtspopulistischer Politik zum Opfer. Alternative Fakten ersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse, in Nachbarländern der EU werden Wissenschaftler*innen an der Ausübung ihres Berufes gehindert oder sogar verfolgt (z.B. Türkei), aber auch in der EU wird gegen die Wissenschaftsfreiheit vorgegangen (CEU Ungarn). Dazu erzielen Rechtspopulist*innen große Erfolge: ihre Politik erhält Einzug in die deutsche Gesetzgebung. Während die CSU noch eine gegen Ausländer*innen zielende Maut europarechtskonform umzusetzen vermochte, führen Grüne und CDU in Baden-Württemberg absichtlich ausländerfeindliche, gegen den UN-Sozialpakt verstoßende Studiengebühren ein.“ Weiterlesen

Pressemitteilung: Internationale Studierende fordern fraktionsübergreifendes Vorgehen gegen rassistische Einlasskontrollen in Modellprojektstadt Braunschweig

Referat für internationale Studierende des AStA der TU Braunschweig
Bundesverband ausländischer Studierender
Koordinationsstelle der „Heute nur Stammgäste-Aktion“

Vorgestern lehnte der Rat der Stadt Braunschweig einen Antrag ab, mit dem die Verwaltung gebeten werden sollte, „innerhalb der nächsten 6 Monate Tests in den Braunschweiger gastronomischen Betrieben und Diskotheken durchzuführen“, um die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Verbindung mit dem Niedersächsischen Gaststättengesetzes zu überprüfen. Dabei seien auffällige Diskotheken besonders zu berücksichtigen und „Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot (…) mit dem gesetzlich festgelegten Bußgeld von bis zu 10.000 Euro zu ahnden.“ Sollte es zu weiteren Verstößen kommen, sei „eine Gewerbeuntersagung zu prüfen.“ Weiterlesen