Farbe bekennen und Integration fördern: Voraussetzungen für den Hochschulzugang für Geflüchtete schaffen

„Immer noch dominieren Hürden, es gibt viele rechtliche Unklarheiten, Abstimmungsprobleme und Hindernisse und zu wenig Personal an den Hochschulen, die Geflüchtete beraten, orientieren und unterstützen können.“ Zu diesem niederschmetterten Resümee kommt Pierre Vicky Sonkeng, Sprecher des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). „Hier wurden bisher viele Chancen verpasst und notwendige Schritte nicht eingeleitet, um sich auf die Studienaufnahme Geflüchteter ausreichend vorzubereiten“, so Sonkeng weiter. Der BAS fordert die Öffnung der Hochschulen, den Abbau von Bürokratie und diskriminierenden Regelungen und eine angemessene, zeitlich ausreichende und nachhaltige Ausstattung der Hochschulen.

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Tagesseminar „Studium Geflüchteter“ II: „Ausländer*innen- und Asylrecht sowie Hochschulzugangsrecht für Geflüchtete“

Tagesseminar „Studium Geflüchteter“ II: „Ausländer*innen- und Asylrecht sowie Hochschulzugangsrecht für Geflüchtete“

Fortbildungsreihe für Berater*innen, Referent*innen und Interessierte aus Studierendenschaften, Hochschulen und Migrant*innenorganisationen Weiterlesen

Studium von Flüchtlingen – nur theoretisch erwünscht

Anvisierte Maßnahmen sind wissenschaftlich überholt und sind nach schnellen Ankündigungen noch lange nicht eingerichtet, benötigte Maßnahmen werden nicht finanziert

Am morgigen Donnerstag berät der Haushaltsausschuss des Bundestags über den Haushalt. Hierbei geht es auch um Mittel für die Aufnahme des Studiums von Geflüchteten an den Hochschulen. Hier fordert der BAS die Politiker*innen der Bundestagsparteien aus, den Hochschulen schnell und lösungsorientiert benötigte Gelder bereit zu stellen.

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Studium für Geflüchtete in der Praxis ermöglichen

Bundesverband ausländischer Studierender beschließt Forderungskatalog

„Der Wille zur Hilfe ist nahezu überall gegeben, doch es fehlt an Strukturen, Geld und Know-How“, fasst Pierre Vicky Sonkeng, Sprecher des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS) zusammen, dabei sei es wichtig, dass Geflüchtete auch über ein Studium schnell integriert würden. „Ankündigungen müssen nun zeitnah umgesetzt und die Hochschulen in die Lage versetzt werden, Geflüchtete auf ein Studium vorzubereiten und sie erfolgreich in und durch das Studium zu bringen“.

„Wir haben Äußerungen, die offensichtlich von Unkenntnis geprägt sind – wie beispielsweise die Bundesministerin, die uni-assist als Beratungsstelle für Bewerber*innen bezeichnet, und die mit vorgeschlagenen Maßnahmen nicht auf Höhe der integrationspolitischen Erkenntnisse argumentiert. Es müssen aber schnell Strukturen geändert und aufgebaut werden, damit Geflüchtete nicht nur theoretisch oder als Gäste an deutschen Hochschulen auftauchen, sondern auch in der Realität schnellstmöglich und effektiv zu regulären Studierenden werden. Nur so können Sie sich vernünftig weiter qualifizieren und Potentiale werden nicht verschenkt – gleich, ob sie später in Deutschland verbleiben oder beim Aufbau ihrer Heimatländer bei späterer Rückkehr helfen“, so Maimouna Ouattara, Mitglied des Vorstands des BAS. „Wir dürfen hier nicht hinter die Erkenntnisse der letzten Jahre zurückfallen und auf überholte Modelle bauen, sondern müssen Integration in Wissenschaft und Gesellschaft vorantreiben. Dazu hat der BAS zehn Ziele beschlossen, auf deren Umsetzung wir Politik und Hochschulen hinweisen werden“.

Der Forderungskatalog:

1) Festlegung der Integration von Geflüchteten (Studierenden und Wissenschaftler*innen) und Sensibilierung der Hochschulangehörigen und Gesellschaft in Fragen von Flucht als Aufgabe der Hochschulen

2) Kostenlose Sprachkurse an den Hochschulen für Geflüchtete auf allen Sprachniveaus bis zum Erreichen der Hochschulzugangsbedingungen

3) Flächendeckende Benennung von Ansprechpartner*innen für Geflüchtete an den Hochschulen und Ausbildung dieser in Fragen zum Studium von Geflüchteten

4) Abschaffung des Finanzierungsnachweises für alle ausländischen Studierenden (auch und gerade für Studierende aus Krisengebieten, die zum Studium nach Deutschland kommen möchten)

5) Liberalisierung des BAföG (auch über die geplanten Änderungen hinaus, Geflüchtete dürfen nicht durch viele Ausnahmesituationen aufgrund ihren anderen Lebensbiographien aufgrund zahlreicher Ausnahmen aus dem System der Studienfinanzierung herausfallen)

6) Sicherung des aufenthaltsrechtlichen Status für Studierende (wie auch für Auszubildende) während der Zeit des Studiums und nach dem Studium bis zur Arbeitsaufnahme (mindestens äquivalent zum normalen Aufenthaltsrecht für Studierende aus Drittstaaten)

7) Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum in den Hochschulstädten (für Geflüchteten, aber nicht in Konkurrenz zu anderen finanziell Schwachen!)

8) Schaffung von Kompetenzfeststellungszentren zur Zertifizierung von im Ausland erworbenen Fähigkeiten

9) Förderung von Aufklärungskampagnen in Flüchtlingsunterkünften zum Thema „Asyl und Studium“

10) Traumabehandlungsmöglichkeiten für alle studierenden Geflüchteten, unabhängig vom Krankenkassenstatus und Stand im Asylverfahren

Rechtsgutachten: Wissenschaftsministerin Bauer (Ba-Wü) antwortet dem ABS

Gemeinsame  Pressemitteilung:Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS)
und des Bundesverband ausländischer Studierender (BAS)

Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg hat nach jahrelanger Auseinandersetzung mit dem ABS endlich eine Stellungnahme zum Rechtsgutachten des ABS zur Unzulässigkeit von Studiengebühren für Internationale Studierende abgegeben.
Das Rechtsgutachten des ABS resultierte in dem Ergebnis, dass Studiengebühren für internationale Studierende gegen die Menschenrechte und den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des GG verstoßen. Weiterlesen

festival contre le racisme 2015

08. Juni 2015: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS e.V.) und des freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs e.V.).

Am 8. Juni startet die Aktionswoche gegen Rassismus: Im Rahmen des festival contre le racisme werden an vielen Hochschulorten zahlreiche Aktionen von Studierendenschaften gegen Rassismus und Diskriminierung in Hochschule und Gesellschaft organisiert. Dabei gibt es eine große  Bandbreite an Veranstaltungen. Diese reicht vom Empowerment Training in  Heidelberg für Menschen, die von Rassismus betroffen sind, einem Konzert von „Strom und Wasser“ feat. „The Refugees“ in Lüneburg bis zum Vortrag über Frauenbilder in der rechten Szene in Regensburg. Das Festival prangert auch dieses Jahr die deutsche bzw. europäische Asyl- und
Migrationspolitik an. Weiterlesen

Fortbildung im Bereich Aufenthaltsrecht und Hochschulen (Schwerpunkt Studium von Flüchtlingen) und BAS Arbeitskreis „Studium und Migration

Die Fortbildung im Bereich Aufenthaltsrecht und Hochschulen ist eine Veranstaltung für Beratende (Mitarbeiter*innen der Akademischen Auslandsämter/International Offices, Studiengänge, Studierendenwerke und Studierendenschaften) am 05. Juni 2015 von 10 – 15 Uhr an der Universität Ulm (Haus der Wissenschaft (Villa Eberhardt) Seminarraum im Untergeschoss Heidenheimer Straße 80 in 89075 Ulm). Weiterlesen

Schulung über die rechtliche und finanzielle Lage Internationaler Studierender und Probleme und Lösungsansätze

Der Bundesverband ausländischer Studierender und der StuRa Chemnitz laden in diesem Zusammenhang Referent*innen sowie Mitarbeiter*innen von Arbeitskreisen für Internationale Studierende zur einer Schulung am Samstag, den 18. April 2015 in Chemnitz ein. Weiterlesen