BAS erklärt sich mit den demonstrierenden Studierenden in Baden-Württemberg solidarisch – für eine eine ausreichende und nachhaltige Hochschulfinanzierung

Studierende können die Festschreibung einer dauerhaften Unterfinanzierung der Hochschulen nicht hinnehmen!
Nein zum von Ministerin Theresia Bauer vorgeschlagenen Hochschulunterfinanzierungsvertrag – stattdessen muss eine ausreichende und nachhaltige Hochschulfinanzierung her!

Heute demonstrieren Studierende in Baden-Württemberg für eine ausreichende Finanzierung der Hochschulen. Bereits am 17.10. haben über 3.000 Medizinstudierende in Stuttgart gegen die Unterfinanzierung demonstriert.

Der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) erklärt sich mit den am heutigen Aktionstag in Baden-Württemberg demonstrierenden Studierenden und Hochschulangehörigen solidarisch und unterstützt deren Forderungen. Aus Sicht des BAS verhindert die Unterfinanzierung eine weitere und nachhaltige Internationalisierung der Hochschulen, lässt ausländische Studierende mit deren Herausforderungen im Studium allein und schadet somit auch der Integration und dem Studienerfolg ausländischer Studierender. Gerade für die Gesellschaft und Wirtschaft in Baden-Württemberg ist dies schädlich. Bereits die diskriminierenden Studiengebühren lassen die Zahl ausländischer Studierender in Baden-Württemberg zurückgehen. Unterfinanzierte Hochschulen können keine attraktiven Lehrangebote und Studienbedingungen anbieten.

Die Finanzierung der Betreuung, Orientierung und Integration ausländischer Studierender erfolgt derzeit meist aus befristeten Projekten. Der BAS fordert, dies durch eine dauerhafte und im Haushalt verankerte Finanzierung zu ersetzen.

„Studienerfolg, Orientierung und Integration ausländischer Studierender sind eine Daueraufgabe der Hochschulen“, betont Fabian de Planque, Finanzreferent des BAS. „Hierzu muss das Land dauerhaft ausreichend Finanzierung zu Verfügung stellen.“ Dabei seien die unter Beifall der Landesrektorenkonferenz eingeführten diskriminierende Studiengebühren kein Finanzierungsmittel. Ausländische Studierende leisteten ihren Beitrag zu gesellschaftlicher Entwicklung, Wirtschaft und Internationalisierung.

Ausländische Studierende brauchen erfahrene Hochschulmitarbeiter_innen, die eine Perspektive haben, Betreuer_innen, Lehrkräfte oder Koordinator*innen, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen sind und sich immer wie neu in die Betreuung ausländischer Studierender einarbeiten müssen sind nicht hinnehmbar. Dauerstellen für Daueraufgaben!

Der BAS ruft alle ausländischen Studierenden auf, sich am heutigen Aktionstag und weiteren Aktionen zu beteiligen.

Der BAS unterstützt die Forderungen der Studierenden und Studierendenschaften und fordert: – eine insgesamt angemessene, ausreichende und nachhaltige Grundfinanzierung der Hochschulen, einen realen Aufwuchs der Grundfinanzierung und eine Ausfinanzierung der tatsächlichen Personalkostensteigerungen
– Ausbau der Mittel für Lehre für den Grundhaushalt der Hochschulen
– ausreichende und festgeschriebene Haushaltsmittel für Internationalisierung sowie Orientierung, Betreuung und Integration ausländischer Studierender
– Erhalt und Ausbau der studentisch vergebenen Qualitätssicherungsmittel (QSM) zur Förderung innovativer Lehrprojekte
– Ein Investitionsprogramm für innovative Lehrformate und Digitalisierung
– Abschaffung der diskriminierenden Studiengebühren für ausländische Studierende in Baden-Württemberg

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