Deutscher Wissenschaftsrat greift in Perspektivpapier viele Forderungen des Bundesverbands ausländischer Studierender auf

Wissenschaftsrat betont Bedeutung strebt Erhöhung der internationalen Attraktivität des Ausbildungsstandorts Deutschland an.

„Wir freuen uns, dass der Wissenschaftsrat viele unserer grundlegenden Forderungen mitträgt“ äußert sich Pierre Vicky Sonkeng, Vorstandsmitglied des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS): „Damit wird die Bedeutung ausländischer Studierende für Deutschland anerkannt.“

„Der Wissenschaftsrat empfiehlt Bund und Ländern eine geeignete Ausgestaltung ausländerrechtlicher Regelungen und auch deren Anwendung durch die Ausländerämter. Auch die Hochschulen sind in der Pflicht: diese müssen den spezifischen Bedürfnissen der Studierenden mit zugeschnittenen Betreuungsangeboten begegnen“, erläutert Johannes Glembek, Geschäftsführer des BAS, und weiter: „Der BAS fordert seit langem die rechtliche Gleichstellung ausländischer Studierender. Hier ist bei allen Akteuren noch viel Luft nach oben, nicht zuletzt bei vielen Ausländerämtern vor Ort, die vorhandene Spielräume leider häufig noch zu Ungunsten der Studierenden auslegen. Die Länder hingegen täten gut daran, diskriminierende Bewerbungs- und Studiengebühren für ausländische Studierende abzubauen, anstatt sie wie in Sachsen zu ermöglichen und neu einzuführen. Die Betreuungsprogramme der Hochschulen werden auch nicht ausgeweitet, wie es nötig wäre, sondern abgebaut. Das für die Hochschulen wichtige ‚Programm zur Förderung der ausländischer Studierender‘ (PROFIN) des DAAD läuft Ende 2013 aus. Hierfür gibt es keinen Ersatz, von einer Verstetigung der Mittel für die Betreuung ganz zu schweigen. Zusätzlich hat die Bundesregierung dem DAAD eine enorme Streichung von Mitteln angekündigt, so dass die Betreuungsangebote und Stipendien sogar noch weiter zurückgefahren werden müssen, als eh schon geplant war.“

„Schlaue Personen sollen nach Deutschland kommen, da liegt es in der Sache: Ausländische Studierende merken, wo es eine echte Willkommenskultur gibt oder wo nur ein schöner Anstrich herrscht“, meint Maimouna Ouattara, Sozialreferentin des BAS. „Verbesserungen müssen jetzt angegangen werden, um eine hohe internationale Attraktivität des Wissensstandorts Deutschland zu erreichen, bevor ausländische Studierende sich vermehrt anderen Ländern zuwenden.“

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