Schlagwort-Archive: Studiengebühren

Pressemitteilung zur Verlautbarung der universitären Landesrektorenkonferenz Baden-Württembergs

Der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) wundert sich über die heutige Pressemitteilung Prof. Dr. Bernhard Eitel, der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz und Rektor der Universität Heidelberg, der behauptet, dass die Attraktivität für Studierende im Land ungebrochen sei. „Wir verstehen nicht, auf welcher Grundlage diese Schlussfolgerung getroffen wird“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des BAS. Die aktuellen Zahlen der Neu- und Ersteinschreibungen zum laufenden Semester sowie zur Gesamtentwicklung der Einschreibezahlen der Campusmautzahlenden Studierenden liegen dem BAS nicht vor, wie sie auch laut Presseberichten trotz Nachfragen von Parlamentarier*innen dem baden-württembergischen Parlament noch nicht vorgelegt wurden.

„Da das zuständige Ministerium die Universitäten ja aufgefordert hatte, noch keine Vorab-Zahlen zu veröffentlichen, ohne einen detaillierten Bericht vorzulegen, sind wir auf den Bericht der Universität Heidelberg sehr gespannt und hoffen, dass dieser auch zeitnah öffentlich zugänglich gemacht wird“, so Ouattara weiter, damit die Behauptungen des Rektors der Universität Heidelberg zur Unterstützung der Wissenschaftsministerin des Landes aus Heidelberg nachvollziehbar würden. „Wir wissen, dass Rektorate und Präsidien von Hochschulen Gebühren strukturell häufig befürworten, da diese ihre Stellung gegenüber der Landesregierung und auch innerhalb der Hochschulen stärken“, so Ouattara, trotzdem sollten Zahlen zur Attraktivität doch eher einen Vergleich zwischen der Zeit vor und nach den Gebühren ermöglichen und auch die bundesweite Tendenz beachten, von der Baden-Württemberg deutlich abwich. „Diese Zahlen wie auch die sozialen Auswirkungen der Campusmaut zeigen, nicht eine Nachsteuerung, sondern die sofortige Abschaffung der diskriminierenden Gebühren ist das Mittel der Wahl“ appelliert Ouattara an die Landespolitiker*innen.

Studiengebührenkommission in Baden-Württemberg nimmt Arbeit auf

Am heutigen Mittwoch, 12.12.2018, nimmt die Kommission zur Evaluierung des Studiengebührengesetzes die Arbeit auf. Das Gesetz erhöht die Zugangshürden zu Hochschulen vor allem für die Zielgruppe ausländische Studierende aus Drittstaaten sowie für Zweitstudierende.

Der Bundesverband ausländischer Studierender kritisiert die Zusammensetzung der Evaluierungskommission. „Die öffentlich wahrnehmbaren kritischen Stimmen der Studierenden wurden zum Großteil nicht zur Evaluierungskommission zugelassen“, bemerkt Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). So seien die demokratisch legitimierten Expert*innen des BAS oder auch des Aktionsbündnisses gegen Bildungs- und Studiengebühren nicht vertreten. Stattdessen seien beispielsweise zwei ausländische Studierende von einer kirchlichen Organisation nominiert worden, die vom Staatsministerium Gelder bezieht und die sich selbst gar nicht eigenständig zu dem Thema äußern kann. „Wie gut eine Evaluierung funktioniert, bei der die kritischen Stimmen im Vorfeld systematisch ausgeschlossen werden, ist naheliegend. Dies ist sicherlich politisches Ziel der Landesregierung, allerdings hat dies mit einer echten Evaluierung kaum noch etwas zu tun“, kommentiert Ouattara. Fraglich sei auch, inwiefern die Landesregierung eine wirkliche Evaluierung wünsche, da das Ministerium neuerdings auf die Hochschulen Einfluss zu nehmen suche, dass diese sich zunächst nicht mehr zu den Studiengebühren äußerten. Dies geschah, nachdem sich in der Presse zunehmend kritischen Stimmen der Hochschulen aufgrund des Rückgangs an ausländischen Studierenden mehrten, die ihre Internationalisierungsbemühungen konterkariert sahen. Auch aktuelle Zahlen zur Entwicklung, um die Situation beurteilen zu können, werden trotz parlamentarischer Anfragen im Landtag nicht vorgelegt.

„Ausländische Studierende leiden unter den unsinnigen Regelungen“, so Kurt Stiegler, Vorstandsmitglied des Aktionsbündnisses gegen Bildungs- und Studiengebühren. „Statt Integration zu betreiben setzt die baden-württembergische Landesregierung aus Grünen und CDU aus populistischen Erwägungen auf deutliche Erhöhung der sozialen Hürden, zum Nachteil der Studierenden wie auch des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes.“ Was bleibe sei der Eindruck bei den ausländischen Studierenden, dass sie eigentlich hier nicht gewollt, sondern nur geduldet würden, solange ihre Geldbörse dafür ausreiche. Eine gelungene Integration, Voraussetzung für eine Gewinnung von Fachkräften und Netzwerkpartner*innen für Wissenschaft und Unternehmen vor Ort bzw. eine nachhaltige Friedenspolitik gelinge mit solchen Diskriminierungen nicht.

Der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) e.V. ist die Interessenvertretung der ausländischen und staatenlosen Studierenden sowie der Studierenden mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland. Er ist der bundesweite Zusammenschluss der ausländischen Studierendenvertretungen an den deutschen Hochschulen.


Jahrestag der diskriminierenden Studiengebühren in Baden-Württemberg

Zum Jahrestag der Einführung von Studiengebühren gegen ausländische Studierende und Studierende im Zweitstudium am 03. Mai zieht der Bundesverband ausländischer Studierender ein Resümee: Erwartungen der Landesregierung wurden nicht erfüllt, es bleibt die Diskriminierung zum Nachteil der Studierenden sowie des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Baden-Württembergs und Gesamtdeutschlands, für die hohen Verwaltungskosten an den Hochschulen gibt es praktisch keinen Mehrwert in der Betreuung. Weiterlesen

Baden-Württemberg: Trotz massiver Mehreinnahmen des Landes drängt die Politik ausländische Studierende aus den Hochschulen!

Gemeinsame Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren und des Bundesverbands ausländischer Studierender, 16.11.2017

„Der Rückgang der Zahlen ausländischer Studierender ist drastisch“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Das Ministerium in Baden-Württemberg prognostiziert einen Rückgang von ausländischen Studierenden von 26%, wobei sich diese Zahlen nur auf Neu- und Ersteinschreibungen beziehen und z.B. Studierende, die von einem grundständigen in einen weiterführenden Studiengang wechseln, nicht berücksichtigen. Weiterlesen

Wirtschaftsfeindliches Verwaltungsmonster bald auch in NRW

Pressemitteilung des BAS zur geplanten Einführung von Studiengebühren gegen ausländische Studierende:

FDP und CDU planen die Einführung rassistischer Studiengebühren als Nachahmung der rechtspopulistischen grünen Politik Baden-Württembergs

Wie heute bekannt wurde, möchte Christian Lindner alte Konzepte in neuen Schläuchen verkaufen. Obwohl die Hochschulen in Baden-Württemberg bereits unter einem Verwaltungsmonster leiden, sollen diese nach Willen der FDP mit Unterstützung der CDU nun auch in Nordrhein-Westfalen eingeführt werden.

„Wie auch in Baden-Württemberg werden keine wissenschaftlichen Studien bemüht. Ausländische Studierende sind neben den positiven Effekten für den Wissenschaftsstandort Deutschland über die Internationalisierung der Hochschulen und den Erfahrungsgewinn für deutsche Kommilitoninnen und Kommilitonen sowohl ein volkswirtschaftlicher Gewinn, als auch ein Gewinn für die öffentliche Hand. Es müssen nur recht Wenige nach dem Studium eine Zeit in Deutschland verbringen, damit selbst die öffentliche Hand über Steuern während und nach dem Studium Gewinne macht“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Weiterlesen

#freiburgbrennt: Bundesverband ausländischer Studierender bekundet Solidarität

Die Proteste gegen rassistische Studiengebühren in Freiburg werden vom Bundesverband ausländischer Studierender begrüßt und unterstützt. „Wir freuen uns über die solidarischen Proteste der Studierenden aus Freiburg“, so Maimouna Ouattara, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Weiterlesen

Stellungnahme der Landesastenkonferenz Baden-Württemberg zu den geplanten Studiengebühren

Hier findet ihr die Positionierung der LAK BaWü zu den ausländerfeindlichen und den anderen Studiengebühren, die die Grün-Schwarzen einführen möchten:

positionierung-der-landesstudierendenvertretung-baden-wuerttemberg-zur-einfuehrung-von-studiengebuehren

Hier die Resolution der bundesweiten Konferenz der Informatikfachschaften:

resolution-der-konferenz-der-informatikfachschaften

Abschottung: Grüne Ministerin will Gebühren für ausländische Studierende

Am 18. Oktober will die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im schwarz-grünen Kabinett Studiengebühren für ausländische Studierende beschließen. Trotz einer Milliarde Euro Haushaltsüberschuss riskiert sie internationale Abschottung und soziale Ausgrenzung. Der Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) fordern die sofortige Rücknahme der in ihren Augen rassistischen Vorschläge. Weiterlesen